Foto: SchwuZ Archiv
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Comeback des Jahres: SchwuZ jetzt als Partyreihe

Nach nur einem halben Jahr meldet sich das SchwuZ zurück. „We’re sticking around“, heißt es auf Instagram. Am 16. Mai startet die neue Partyreihe.

Noch ist das neue Team auf der Suche nach einer neuen, langfristigen Heimat. Ziel ist es, das „queere Wohnzimmer“ zurückzuholen. Bis dahin wollen sie aber nicht warten: Der Plan ist, mit dem SchwuZ durch Berlin zu ziehen. Den Auftakt macht eine Party am 16. Mai im Metropol Berlin im Nollendorfkiez. Auf dem Line-up stehen unter anderem Agnes Mitchell, Anna Klatsche, Biggy van Blond, Caramel Mafia, Gloria Viagra, Kakao Katze, PornoZ, Sasha Glam und Venny Stark. Danach sollen regelmäßig Veranstaltungen an wechselnden Orten stattfinden. 

Der erste Vorverkauf war schnell ausverkauft, für Mittwoch (15. April) sind weitere Tickets angekündigt. Auf Social Media zeigen sich die Veranstalter:innen dankbar für den großen Zuspruch, ein Zeichen dafür, wie wichtig das SchwuZ für Berlin und die queere Szene ist. "Das Ende am Rollberg hinterlässt eine Lücke, aber es ist nicht das Ende des Schwuz", teilte der Vereinsvorsitzende Marcel Rohrlack am Donnerstag mit. "Das Schwuz ist eine Community, die seit fast 50 Jahren zusammenhält. Diese Community baut jetzt etwas Neues auf." 

Foto: SchwuZ Archiv
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Das Ende einer Ära

Im November letzten Jahres musste der Club nach 48 Jahren aus finanziellen Gründen schließen. Lange galt der Club als ältester queerer Club Berlins. 1977 wurde das SchwulenZentrum in Schöneberg gegründet und wurde zum ersten alternativen Schwulenclub West-Berlins. Neben Partys organsierte das Schwuz auch Lesungen, Proteste, Theatervorstellungen, Konzerte und diverse weitere kulturelle Veranstaltungen. Anfangs richtete sich der Verein vorranging an schwule Männer, mit der Zeit öffnete sich das Schwuz aber auch für andere queere Menschen. Nach mehreren Umzügen kam das SchwuZ dann am Rollbergkiez in Neukölln zum vorläufigen Ende.  

Mit dem Metropol als erster alternative Location wird nun eine Berliner Traditionsvenue bespielt. In den 80er-Jahren fanden hier Konzerte und Clubnächte statt, unter anderem mit frühen Auftritten von Depeche Mode. Auch WestBam legte hier auf und prägte die frühen Jahre der Berliner Techno- und House-Szene.