Musikbrauerei in P’berg soll aus der Clubcommission fliegen
Die Berliner Clubcommission, Zusammenschluss von Berliner Clubs- Party- und Kulturveranstaltungen, will die Musikbrauerei in Prenzlauer Berg aus dem Verband ausschließen.
Die Berliner Clubcommission, Zusammenschluss von Berliner Clubs- Party- und Kulturveranstaltungen, will die Musikbrauerei in Prenzlauer Berg aus dem Verband ausschließen.
In den Räumlichkeiten der Musikbrauerei sollen mehrere Veranstaltungen stattgefunden haben, die laut Clubcommission Verbindungen zur rechtsextremen beziehungsweise verschwörungsideologischen Szene aufweisen sollen.
Es gehe unter anderem um eine „Alternative Medienmesse“, eine Veranstaltung bei dem auch der Verschwörungsideologen Ken Jebsen teilgenommen haben soll, sowie eine Kunstausstellung, über die Compact TV berichtet hat. Besonders kritisch wird außerdem ein Konzert der Metal-Band Drudensang gesehen. Eine offizielle Einstufung der Band als rechtsextremistisch gibt es allerdings nicht, wie eindeutig die Vorwürfe in diesem Fall also tatsächlich sind, bleibt erstmal offen.
Der Ausschluss der Musikbrauerei wurde von der Clubcommission bereits im April einstimmig beschlossen. Betreiber Jens Reule Dantas erhielt das entsprechende Schreiben allerdings erst im August. Er wies die Vorwürfe deutlich zurück und betonte, dass die Musikbrauerei lediglich Räume vermiete. Daraus könne nicht automatisch eine inhaltliche oder politische Unterstützung der jeweiligen Veranstalter abgeleitet werden. Dantas sprach deshalb von Rufmord und betonte die politische Neutralität der Musikbrauerei.
Die Clubcommission sieht das anders: Wer solchen Veranstaltungen Raum gebe, unterstütze zumindest indirekt Werte, mit denen sich der Verband nicht identifizieren wolle. Der Verband beruft sich dabei auf ihre eigenen Grundsätze: Rechtsextremismus, Rassismus, Hass und Hetze sollen in der Berliner Clubszene keinen Platz haben.