Sofia Kourtesis Pressebild
Dan Medhurst
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Album der Woche

Sofia Kourtesis - "Madres"

„Madres“ ist Sofia Kourtesis' lange erwartetes Debut Album. Sie widmet es dem Chirurgen, der ihrer Mutter das Leben retten konnte.

Kourtesis Interview Play
Dan Medhurst
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SOFIA KOURTESIS "Madres"
ZENDNL292
SOFIA KOURTESIS "Madres"

„mein Herz ist sehr lateinamerikanisch, aber mein Motor ist deutsch“

„Madres“ ist, wenig überraschend, Kourtesis' Mutter gewidmet.Überraschender jedochistdie zweite Widmung in den Liner Notes,die an denweltbekannten Neurochirurgen PeterVajkoczygeht. AlsKourtesismit der Arbeit an ihrem Debüt begann,fühlte sie sichunaufhaltsam. Eine Reihe vonerfolgreichenEPs und Singles machte sie zu einem deramschnellsten aufsteigenden Stars in der elektronischen Welt und darüber hinaus. 

Doch zwischen sich mehrenden Auftritten und kontinuierlicher Arbeit reiste Kourtesis bei jeder Gelegenheit nach Peru um bei ihrer Mutter zu sein-bei dieser wurde einige Monate nach dem Tod ihres Vaters(dem Thema von Kourtesis' Durchbruchssingle „La Perla“) Krebs diagnostiziert, mit einem sich rapide verschlechternden Zustand. „Die Ärzte riefen mich immer wieder an, damit ich mich von ihr verabschieden konnte, monatelang., erinnert sie sich.

Dennoch wollte Kourtesis die Hoffnung nicht aufgeben. Sie sprach mit allen Ärzten, die sieerreichen konnte, doch alle waren sich einig, dass die Chancen gering und eine Operation zuriskant seien. Nachdem sie den NeurochirurgenVajkoczyentdeckt hatte und wusste, dass ersehr gefragt war, postete sie in ihrer Verzweiflung einMusikausschnittauf Social Mediaundversprach, den SongVajkoczy zu widmen, wenn er nur ein paar Minuten Zeit für sie hätte.Erstaunlicherweise reagierteder Arztund stimmte einem Treffen zu:Vajkoczy willigteschlussendlichein, die Operation durchzuführen.Und tatsächlich war die Operation ein Erfolg-Kourtesis Mutter kann nun ein längeres Leben führen, alsallehättenhoffen können.Jetzt, wo ihre Mutter gesund ist und in der Nähe von Berlin lebt, hat Kourtesis ihr Lebenwiedergefunden;„Madres“ istdasErgebnisdavon. Obwohl die Kämpfe dieser Jahre auch ihreSchattenseitenhattenund Kourtesis' eigene psychische Gesundheit in dieser Zeit gelitten hat,klingt"Madres" fröhlich,istin warmes Licht getaucht und voll von"Hoffnung und dem Wert,dass große Liebe Wunder vollbringen kann". Es ist erfüllt von den kleinen Dingen des Lebens,für die Kourtesis weder Zeit noch Energie hatte: mit Freunden ausgehen, sich verabreden,tanzen, essen, leben. Vaikoczy wurde Teil dieser Welt, ist selbst ein begeisterterMusikfan undwurde zu einer Art Resonanzkörper für das Album-Kourtesis nahm ihnsogar auf seinen erstenBesuch insBerghain mit.„Madres“ enthält alles, was Kourtesis bisher so erfolgreich gemacht hat: DieklanglicheDualität ihrer peruanischen Heimatund ihrer Wahlheimat Berlin („mein Herz ist sehrlateinamerikanisch, aber mein Motor ist deutsch“)ist ebensopräsent wieder Aktivismus fürdie GleichstellungallerGeschlechter, derSchutz von queeren Menschen und derZugang zusicherer Abtreibung in Peru, Themen, dieihrbesondersam Herzen liegen. Kourtesis, die selbstPeru verlassen musste, weil sie wegen ihrerHomosexualitätausgeschlossenund schließlich zueiner Konversionstherapie gezwungen wurde, hatzuvornie über den wahren Grund ihresWeggangsgesprochen.Nun hofft sie, dass ihre Musik und ihre Worte Gehör finden, denndieErfahrungen,die sie und tausende andere gemacht haben,sind leider immer noch alltäglich.

Sofia Kourtesis - 'How Music Makes You Feel Better'

Sofia Kourtesis - 'How Music Makes You Feel Better' (Official Audio)
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