#AlarmstufeRot

Zweite Großdemonstration für Veranstaltungsbranche

Die Veranstaltungswirtschaft bat am 28. Oktober erneut um Hilfe, denn der Branche fehlt die Perspektive.

Dritter verzweifelte Hilferuf

Bereits am 9. September 2020 gingen in Berlin 15.000 Erwerbstätige aus der Veranstaltungswirtschaft unter dem Motto #AlarmstufeRot auf die Straße. Ein 3,8 Kilometer langer Demonstrationszug und ein sechs Kilometer langen LKW-Corso mit über 500 Fahrzeugen machten den Ernst der Lage deutlich. Dabei gelang es vorbildlich, die Hygiene- und Abstandsregeln einzuhalten.

Schon vor dieser Großdemonstration hatte die Branche mit der „Night of Light“ im Juni ein flammendes SOS-Signal gesetzt. Dabei wurden über 9.000 Veranstaltungslocations, inklusive dem sunshine live Studio in Mannheim, feuerrot beleuchtet wurden, um auf die bedrohliche Notlage der Branche aufmerksam zu machen. Das war die Geburtsstunde von #AlarmstufeRot, die sich seitdem zu einer auch internationalen Bewegung etablierte – ob als „Alert Rouge“ in Frankreich, als „Alerta Roja“ in Spanien und Lateinamerika, als „LightSAred“ in Südafrika bis hin zur weltweiten Aktion „We Make Events“ aus Großbritannien und den USA. Ausgehend von Deutschland hat sich seit der „Night of Light“ das globale Veranstaltungswesen hinter einem Symbol vereint:  #AlarmstufeRot

Als Teil der Szene solidarisierte sich Radio sunshine live und berichtete auch am 28. Oktober wieder live vor Ort sein.

Fakten im Überblick: Seit März 2020 ist dem sechstgrößten Wirtschaftszweig Deutschlands aufgrund der Pandemielage jede Arbeitsgrundlage entzogen. Zahlreiche Unternehmen mussten ihren Betrieb einstellen und zehntausende Arbeitsplätze sind bereits vernichtet. Der Sektor unterliegt seitdem aus Infektionsschutzgründen praktisch einem Berufsverbot. Die Forderungen und Erwartungen der Veranstaltungsbranche richten sich allerdings keineswegs gegen gebotene Corona-Schutzmaßnahmen. Vielmehr fordert man von der Bundesregierung unverzügliche wirtschaftliche und passende Hilfen.

Bei der zweiten Großdemo in Berlin haben erneut Tausende Kulturschaffende für umfassendere staatliche Hilfen in der Corona-Krise demonstriert. Eine Lastwagen-Kolonne mit Hunderten Fahrzeugen fuhr vom Olympiaplatz in Richtung Brandenburger Tor. Zeitgleich zog der Fußmarsch, bei dem rund 6000 Teilnehmende geschätzt wurden, vom Roten Rathaus am Alexanderplatz zum Brandenburger Tor.Vor Ort waren wieder viele bekannte Gesichter wie Oliver Koletzki oder Ricardo Villalobos. Campino, Sänger der Toten Hosen, hielt auf der Bühne vor dem Brandenburger Tor eine berührende Rede, in der er Politiker:innen darum bittet, die Veranstaltungsbranche nicht im Stich zu lassen. 

Was es bringt bleibt abzuarten, denn noch am gleichen Abend wurde der zweite Lockdown verkündet.

 

 

Mit Abstand, mit Maske und Einhaltung der Hygieneregeln: Impressionen der vergangenen Großdemo