Zehn Monate später: Bochumer Klub Kurt schließt
Der Bochumer Klub Kurt stellt seinen Betrieb ein. Nur zehn Monate nach der Wiedereröffnung wird der Club am 20. Juni seine vorerst letzte Veranstaltung ausrichten.
Der Bochumer Klub Kurt stellt seinen Betrieb ein. Nur zehn Monate nach der Wiedereröffnung wird der Club am 20. Juni seine vorerst letzte Veranstaltung ausrichten.
Als Gründe nennen die Betreiber ausbleibende Besucher:innen sowie die anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen für Clubbetriebe. Die Location am Bochumer Hauptbahnhof blickt auf eine lange Geschichte zurück. Bevor sie 2025 als Klub Kurt neu eröffnet wurde, war sie über Jahre unter den Namen Schumacher Club und RaumEins eine wichtige Hausnummer der regionalen Clublandschaft. Mit einem klaren Fokus auf House und Techno sollte der Neustart an die Tradition elektronischer Clubkultur im Ruhrgebiet anknüpfen. Die erhoffte Auslastung blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück. „Wenn dir jedes Wochenende 100 oder 150 Leute fehlen, merkst du das“, erklärte Betreiber Daniel Keller gegenüber der WAZ. Hinzu kämen steigende Betriebskosten und ein rückläufiger Verzehr pro Gast. Aus wirtschaftlicher Sicht habe man sich deshalb gegen eine Verlängerung des auslaufenden Mietvertrags entschieden.
Trotz der Schließung soll das Projekt nicht vollständig beendet sein. Keller arbeitet nach eigenen Angaben bereits an einem Nachfolgekonzept an einem anderen Standort. Künftig wolle man neben klassischen Clubnächten auch kleinere Konzerte und weitere Live-Formate integrieren, um unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen. Für den Klub Kurt bleiben nun noch zwei Abschiedsveranstaltungen am 19. und 20. Juni. Danach gehen vorerst die Lichter aus – zumindest an diesem Standort.