Time Warp Festivalwoche

Julia Rauer, 25 Jahre jung und aus Hainburg, konnte sich unter den zahlreichen Bewerbern aus ganz Deutschland durchsetzen und berichtet für uns von der Time Warp Festivalwoche. Sie interviewt die DJs & Acts der Time Warp, berichtet von der Festivalwoche und den Events & Parties und erzählte es live On Air bei sunshine live!

Dabei führt Sie zusätzlich auch Tagebuch und wird euch über Ihre Erlebnisse auf dem laufenden halten. Checkt aus, was Julia alles erlebt hat und wie Sie die spannende Woche meistert.

Infos zum Festival Programm findet Ihr hier:

http://time-warp.de/content/e2/e5958/index_ger.html

 

Time Warp Festivalreport - Tag 1 - Fr.19.03.2010

So…da ist er nun mein erster Tagebucheintrag…aber erst mal…Hi, also ich bin die Dominique aus Ludwigshafen und werde für euch dann mal die kommende Woche beim Jetzt Musik Festival kommentieren, dokumentieren und festhalten. Eben alles tun, damit ihr immer voll up to date seid :)

Okay…morgen geht’s los. Und ich bin doch schon ein wenig aufgeregt. Im Sender wurde ich vorhin erst einmal mit T-Shirts und einer schicken Umhängetasche ausgestattet. Was aber als Festivalreporterin ja eigentlich viel wichtiger ist…mit meinen Hauptwerkzeugen für die nächste Woche – dem Aufnahmegerät und einer Digicam!!!

So ausgerüstet werde ich mich morgen zur Eröffnung in den immer noch geheimen Jetztclub in Mannheim machen…ich werde ihn finden, da bin ich mir ganz sicher!

Bildergallerie : Ankunft bei Radio sunshine live

Time Warp Festivalreport - Tag 2 - Sa.20.03.2010

Samstag 10.03.2010
Mein Tag beginnt nach einer zu kurzen und unruhigen Nacht. Meine Zimmernachbarn, haben es heute Nacht ordentlich krachen lassen. Entsprechend zerknautscht sitze ich nun am Frühstückstisch und trinke meinen ersten Kaffee des Tages.

Ich verbringe den Tag mit Recherchen über die Musikszene Mannheims und die Künstler der verschiedenen Events. Verwirrt  bin ich immer noch über die Tatsache, dass Mannheim ein ähnliches Straßennetz hat, wie man es aus Amerika kennt. Die Innenstadt besteht aus Quadraten und statt Straßennamen gibt es Buchstaben und Zahlen kombiniert. Ich bin gespannt ob ich „Das Zimmer“ in Q5, Passage 14-22 tatsächlich finden werde.

Mein erster Auftritt als Festivalreporterin beginnt bei der offiziellen Eröffnung des Jetztmusikfestivals und des B-Seite-Festivals im Zeitraum Exit. Die ganze Woche über sind dort verschiedene visuelle Ausstellungen zu bestaunen. Das Highlight der Eröffnung war die Live-Performance von Medienkünstler Flux und seiner Tänzerin Branka. Noch ein kurzer Abstecher zur Kunsthalle in Mannheim. Hier wurde eine bemerkenswerte Videoprojektion an die Fassade der geworfen.

Jetzt aber schnell zu Gregor in den Sender. Er ist gerade live mit Chico Chiquita mit der House Rotation auf Sendung. Heute ist der Wurm drin. Das gefürchtete Black Hole im Kopf. Mein Hirn ist von den Eindrücken der letzten 48 Stunden noch völlig reizüberflutet. Greg gibt mir den Tipp, einfach zu vergessen, dass wir live drauf sind. Mhhm, gar nicht so einfach, wenn man weiß, dass einem die Community weltweit übers i-Net Radio hören kann.

Ach bevor ich es vergesse: Ja, ich habe „Das Zimmer“ gefunden und zusammen mit DJ Benji B. und den Gästen den Club bis in die frühen morgen Stunden gerockt. 

Video-Impressionen: Zimmer

Bildergallerie : Eröffnung Jetztmusikfestival

Bildergallerie : Zimmer

Time Warp Festivalreport - Tag 3 - So.21.03.2010

Sonntag, 21.03.2010
Heute gab‘s Kultur Pur! Mein Reportertag startet im Nationaltheater. Auf der riesigen Bühne stehe ich fast unsichtbar am Rand und beobachte die Generalprobe für die heutige Uraufführung. Das „Kevin O´Day Ballett“ trifft auf elektronische Beats von Stefan Goldmann, dazu gibt es Jazzklänge der Wiener Techno-Tanzband „Elektro Guzzi“. Eine nicht alltägliche Kombination, wenn man an Ballett denkt.

Huch, schon so spät, ich flitze schnell ins den 10. Stock des Collini-Centers. Während im Hintergrund die Sonne langsam untergeht, öffnet David Schumann erst ein Bier und dann sein Buch „The Tokyo Diaries“. Während seines Japanologie-Studiums lebte er für 2 Jahre in Japan. Seine Erlebnisse in der neuen Welt und wie er unfreiwillig zu einem der begehrtesten Models dort wurde, erzählt er in seiner Autobiographie. Nach der Lesung, die zugegeben meine erste Lesung überhaupt war, habe ich Bauchweh vom Kichern. Seine lockere, lustige und teilweise auch sehr drastische Art zu schreiben, lösen beim Zuhörer ein Mixgefühl zwischen Scham und Schadenfreude aus. Sein schreiberisches Vorbild ist Charles Bukowski und das merkt man auch. Ich darf David nach der Lesung zu seinem doch etwas ungewöhnlichen Weg befragen.

Schnell die Tasche packen und wieder rüber zum Nationaltheater flitzen, die Aufführung beginnt und ich werde vom Bass der gewaltigen Anlage direkt in den Sitz gedrückt. Ein Gast steht auf, vielleicht ist es Ihm zu laut?  Auch der Besuch eines Balletts, ist eine Premiere für mich.  Kleine zierliche Mädchen in rosa Röckchen, die zu klassischer Musik synchron tanzen? – von wegen! Diese Aufführung sollte mein vages Bild gänzlich verändern.

Auf der Bühne ist ordentlich was los. Jungs und Mädels im Chaos, ein reines Gewusel, hier sieht es gerade gar nicht synchron und nach Choreographie aus. Oder doch? Das Kevin O´Day Ballett improvisiert und zwar auf die durchdringenden Beats von Stefan Goldmann, Houseproduzent aus Berlin. Seine Beats begleitet die Wiener Band „Elektro Guzzi“. Ihre Art Musik und Geräusche auf einer eGitarre, einem Bass und einem Schlagzeug zu machen, trägt nun doch noch zur klassischen Dramaturgie eines Balletts bei. Die Aufführung ist eine unglaubliche Erfahrung für mich! Danach gibt es lange, lange Applaus. Die überwiegend jungen Besucher sehen sehr zufrieden aus. Der Plan Impro-Tanz, Jazz und Clubsound zu vereinen, ist aufgegangen. Im Anschluss spreche ich mit dem glücklichen Stefan Goldmann. Er erzählt mir, dass das Projekt eher zufällig zustande kam. Er wurde gefragt und er hat´s gemacht. Danke dafür.

Bildergallerie : Lesung Tokyo Diaries

Time Warp Festivalreport - Tag 4 - Mo.22.04.2010

Montag, 22.03.2010
Im Sender bereite ich den Zusammenschnitt vom Interview mit David Schumann vor. Außerdem mache ich mich natürlich über die Abendveranstaltung im Blumengroßmarkt schlau. Carl Weissner liest aus Bukowski. Weissner gilt als einer der bekanntesten Bukowski-Übersetzer.

Mit Charly gehe ich ab 16 Uhr auf Sendung. Diesmal bin ich perfekt vorbereitet. Gut, ich hab meinen Text auch fleißig geübt und ein Skript vorbereitet, das einem Fernsehdrehbuch gleich kommen würde - und das für zehn Minuten on Air.

Bis in den Abend sitze ich noch vor dem Rechner, schneide und vertone, recherchiere für die nächsten Events, bevor ich dann zum Blumengroßmarkt aufbreche. Nein, keine frischen Schnittblumen für den Schreibtisch im Sender kaufen, sondern eine Lesung, eventuell meine Letzte für diese Woche.

Bildergallerie : Carl Weissner liest Bukowski

Time Warp Festivalreport - Tag 5 - Di.23.03.2010

Dienstag, 23.03.2010

Ich bin zusammen mit Falk auf Sendung. Der Falk-Master wie ich Ihn liebevoll getauft habe, ist nicht nur ein cooler Ami,  sondern auch ein echt sympathischer deutscher DJ.  

Am Abend gibt es eine weitere Weltpremiere im Rahmen des Jetztmusikfestivals zu bestaunen. Ich besuche das Atlantis Kino in Mannheim. Hier zu sehen, der Cinemix. Die live präsentierte (Neu-) Vertonung des Stummfilms „Das Cabinet des Dr. Caligari“ aus dem Jahr 1920. „A critical Mass“, bestehend aus Henrik Schwarz, Ame und Dixon, haben sich der Neuvertonung angenommen. 

Ich sitze in der zweiten Reihe, direkt hinter den Jungs und kann genau schauen, wann welcher Knopf gedrückt wird und welches Hebelchen für welchen Sound verantwortlich ist. Schön zu sehen, wie viel Spaß die Jungs haben: zum Beat wippen nicht nur die Füße, sondern auch ihre Köpfe. Davon angesteckt, fangen auch meine Sitznachbarn an. 

Für mich gibt´s an diesem Abend gleich zwei Premieren, denn ich hatte vorher weder den Film gesehen, noch einen Cinemix erlebt. Die Beats der Neuvertonung werden live eingespielt und das klappt perfekt. Stummfilme bekommen ihren Ausdruck und Ihre Kraft eben oft erst durch die Musik. „A critical Mass“ schaffen es, das Publikum durch einen Mix aus Tönen, Melodiefolgen und fetten Beats komplett in den Bann zu ziehen. 

Im Anschluss treffe ich Henrik Schwarz und quatsche mit ihm über die Art der Vertonung und die Herausforderung dabei.

Time Warp Festivalreport - Tag 6 - Mi.24.03.2010

Mittwoch 24.03.2010
Tag 6 auf meinem Festivalkalender. Meine Güte, die 10 Tage vergehen wie im Flug. Das „on Air“-Gehen funktioniert immer besser und so berichte ich also munter vom Atlantiskino und dem heute anstehenden Event im Herschelbad. Das war aber auch ne Nummer.

Habt Ihr schon mal Musik im Schwimmbad gehabt und dazu auch noch Visuals an den Wänden? Also für mich ist es wie schon so oft in dieser Woche – eine Premiere. Nach der Live-Performance schnappe ich mir DJ Stachy und frage mal genau nach, wie man eigentlich auf so eine Idee kommt.

Raus aus´m Bad und rein in den KOI Club. Die Aftershow Party beginnt und ich betrete den wohl stylischsten Club, den ich je gesehen habe. Die Stimmung ist ausgelassen. Auch hier gibt’s Visuals, die die Gäste zusammen mit dem bunten Farbenspiel an den Wänden, in einen Zustand zwischen Chill und Exstase bringen.

Video-Impressionen: No Accident in Paradise
Video-Impressionen: KOI Club Mannheim

Bildergallerie : No Accident in Paradise

Bildergallerie : Jetzt-Filme im KOI Club Mannheim

Time Warp Festivalreport - Tag 7 - Do.25.03.2010

Donnerstag 25.03.2010
Heute besuche ich das Planetarium in Mannheim.
Universum - Natur  - Leben - Klänge - Musik

All diese Worte beschreiben die unglaubliche Live-Performance von DominikEulberg. Als naturverbundener DJ arbeitet er bewusst mit den Klängen der Natur.

Die Leute im ausverkauften Planetarium werden Zeuge einer visuellenund melodischen Zeitreise vom Urknall bis zum bekannten süßen Zeichentrick-Bambi.

PS: Nur noch zwei Mal schlaaaaafen! Time-Warp - ich komme. Morgen darf ich das erste mal hinter die Kulissen auf dem Maimarktgelände schauen. Die Aufbauarbeiten laufen auf Hochtouren. Ich freu mich schon so!

Bildergallerie : Dominik Eulberg im Planetarium

Time Warp Festivalreport - Tag 8 - Fr.26.03.2010

Nur noch ein Mal schlafen. Dann ist es endlich soweit. Die Time-Warp2010 beginnt. Ich besuche erstmals die Maimarkthalle in Mannheim. In wenigen Stunden werden tausende Elektro-Kinder und Tanz-  Wütige das Gelände und die Hallen stürmen und bis in dieMittagsstunden am Sonntag durchfeiern. Meine Jobs an diesem Abendwerden sein: Falk bei seinen Interviews zu unterstützen, Besucherstimmeneinzufangen und mit der Videokamera die schönsten und besten Momentedes Abends festzuhalten. Und nebenbei ein bisschen zu Magda und FelixKröcher abzappeln natürlich auch.

Für mich geht mit der Time-Warp leider auch eine unglaublich schöne Woche zu Ende. Kann man sich in einer fremden Umgebung und einem neuenTeam denn wirklich so schnell so zu Hause fühlen? Ja, es geht!

Ich danke meinem lieben Freddy für seine liebevolle direkte Art, Fab für die herzliche Begrüssung in der Familie, noch bevor ich den Senderüberhaupt betreten hatte. Valentin für seine hilflos liebenswürdig eArt. Susa für die super Koordination und Organisation, Vio für dieherzlichen Lacher zwischen Tür und Angel. Uschi für die Komplimente über mein Festivaltagebuch. Falk, Jadranka und Charly für diegemeinsamen on-Air Auftritte. Jutta für die tollen Merchandising-Artikel, die jetzt meine Wohnung zieren werden. Kai und Kieran für denperfekten online-Support. Lars fürs "live" Mitschneiden meiner on-AirAuftritte. Ich danke auch Andi und seinem Marketingteam für dietolle Zusammenarbeit. Jürgen, dem Programmdirektor, weil er mir diesenJob zugetraut hat und Ulrich Hürter dafür, dass sunshine live nunschon so lange -  so geil ist. Last, but not least - vielen Dank auch an Robin und sein Team Cosmopop für die super Organisation in der ganzen Festivalwoche.

Album der Woche

The Disco Boys – Volume 12 Club Sounds - Best Of 15 Years Ministry of Sound - Clubbers Guide 2012 Dream Dance 62 MixMission 2011 Niconé & Sascha Braemer - Romantic Thrills
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